Juliane

Warum Integration mit echten Begegnungen beginnt

Wenn Juliane über Integration spricht, dann nie abstrakt. Ihre eigene Geschichte zieht sich durch mehrere Länder und Kulturen: geboren in Deutschland, Studium in Hongkong, sieben Jahre in London, heute in Berlin. Diese Wege prägten sie und erklären, warum Little World nicht einfach ein Projekt für sie ist, sondern etwas, das sie tief berührt.

Schon als Kind sah Juliane, wie schwierig es für ihre Eltern war, ihren Platz in Deutschland zu finden. Sprache, Bürokratie, Unsicherheit – all das machte den Alltag komplizierter. Später erlebte sie selbst, was es bedeutete, in einem neuen Land zu stehen: in Hongkong ohne ausreichende Sprachkenntnisse, in London ohne soziales Netzwerk. „Alle hatten ihre Kreise. Da reinzukommen, ist nicht leicht“, sagt sie. Diese Erfahrungen haben ihr gezeigt, wie viel Mut es braucht, in ein neues Umfeld einzutreten, und wie entscheidend Treffen sind, die wirklich tragen.

Warum Little World sofort funkte

Vor drei Jahren stieß Juliane auf Little World  und war sofort begeistert. Nicht nur weil Sprache Türen öffnet, sondern weil hier Menschen zusammenkommen, die sich sonst nie begegnet wären. „Wir leben oft in unseren Bubbles. Little World baut Brücken zwischen ihnen.“ Für sie ist das der Kern: nicht Grammatik, nicht Perfektion, sondern Verbindung.

Beruflich kommt Juliane aus der Beratung, der Marktforschung und der strategischen Kommunikation. Bei Little World unterstützte sie das Team vor allem hinter den Kulissen: Workshops, Strategie, Kommunikation. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ein Workshop in 2024 mit dem kleinen Kernteam – Oliver, Tim, Sean und Melina. „Da habe ich verstanden, was Little World wirklich antreibt: Einsamkeit verringern, Menschen verbinden, Perspektiven öffnen.“

Juliane hat miterlebt, wie sich Little World vom jungen Startup zu einer lebendigen Community entwickelt hat. Das Kochbuch, die Gruppengespräche, die Treffen außerhalb der Plattform – all das macht deutlich, dass Little World längst mehr ist als nur ein Sprachprojekt. „Es entsteht eine echte Gemeinschaft. Menschen mit völlig unterschiedlichen Hintergründen werden Freunde. Das ist etwas Besonderes.“

Ein persönlicher Wunsch für die nächste Generation

Als Kind von Migranten wurde Juliane oft in Schubladen gesteckt. Nicht aus Bosheit, sondern aus Unwissen. „Ich musste viel Energie darauf verwenden, zu zeigen, dass ich nicht in diese Schubladen passe.“ Für ihre eigenen Kinder wünscht sie sich eine Welt, in der Herkunft keine Rolle spielt und Menschen einander offen begegnen.

„Ich möchte Little World weiter unterstützen. Menschen brauchen soziale Kontakte. Am Ende des Tages sind wir alle einfach Menschen.“ Für sie ist Little World ein Ort, an dem genau das sichtbar wird: dass Begegnungen verändern, dass Perspektiven wachsen und dass Integration ein gemeinsamer Weg ist.

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#LittleWorld ist ein gemeinnütziges Social-Tech-Startup, das mit einer digitalen Plattform interkulturelle Begegnungen durch Gespräche zwischen Deutschsprachigen und eingewanderten Deutschlernenden fördert.

Hier trötet das Blog von Little World, Antworten auf diese Tröts werden nach Freigabe auch im Blog als Kommentar gespiegelt. Wenn Du jemanden vom Team persönlich ansprechen willst, dann schreib an @oliverberlin@nrw.social (CEO), @timschupp@nrw.social (CTO), @MelinaBosch@mastodon.social (CMO) oder @annette@bonn.social (Blogredaktion).

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