Ein farbenfrohes Netzwerk aus Menschen und Plattformen, die durch bunte Linien miteinander verbunden sind. Im Zentrum steht das Logo von Little World, umgeben von Avataren, die die Vielfalt und Vernetzung im Fediverse symbolisieren.

Little World im Fediverse

“Für uns muss Technologie menschlich sein, Barrieren abbauen und Menschen verbinden”, sagt Melina, CMO von Little World. “Genau das leben wir bei Little World. Wir setzen uns für eine Tech-for-Good-Zukunft ein – nicht nur auf unserer Plattform, sondern als gelebte Haltung in allem, was wir tun.”

Deshalb war es nur folgerichtig, dass Little World auch im Fediverse präsent sein sollte. Schließlich geht es bei beiden um dasselbe: um Menschen, die miteinander Gespräche führen und Informationen austauschen. 

“Das Fediverse funktioniert genauso, wie traditionelle Social Media eigentlich auch funktionieren sollten”, erzählt Annette, die 2025 Little World ins Fediverse gebracht hat. Sie selbst ist schon länger im Fediverse aktiv. “Seitdem bin ich einfach begeistert, weil es das Gefühl zurückbringt, wie Twitter ganz am Anfang war. Nämlich dass es auf echte Verbindungen und Gespräche ankommt und nicht darauf, wie viele Follower du hast”, sagt die Kommunikations-Fachfrau. „In Zeiten von Kommerz, Hatespeech und Fakenews kennen viele sowas gar nicht mehr“, so die Bonnerin. „Sie denken, Social Media könne nur so kaputt sein.“

Was ist das Fediverse eigentlich genau?

Der Begriff Fediverse steht kurz für federated universe, also für ein Universum vieler verschiedener Plattformen. Die wohl bekannteste davon ist Mastodon, die ähnlich wie X (früher Twitter) für Textbeiträge genutzt wird. Es gibt auch Fediverse-Alternativen zu Facebook, Instagram, YouTube und anderen Diensten.

Diese Plattformen sind dezentral: Es gibt keine große Firma, die alles kontrolliert. Stattdessen gibt es viele verschiedene Server, die von unterschiedlichen Menschen oder Gruppen verwaltet werden. Trotzdem können alle diese Server miteinander kommunizieren, weil sie eine gemeinsame Technologie benutzen. „Stell dir vor, du hast einen YouTube-Account und ich habe einen Facebook-Account, aber wir können uns trotzdem folgen und unsere Inhalte teilen“, bringt es Annette auf den Punkt. 

Dialogkultur als Grundeinstellung

Das Fediverse möchte die ursprüngliche Internet-Kultur neu beleben: Internet als Dialogplattform statt als Marketingmaschine. Es geht darum, sich über gemeinsame Themen auszutauschen und nicht darum, wer am lautesten schreit und provoziert. 

Besonders schätzt Annette, dass viele Dinge, die uns an Big-Tech-Netzwerken stören, im Fediverse so gar nicht existieren: kein Followersammeln, keine Hassrede, keine Fakenews. Der Newsfeed wird nicht gefiltert und nicht mit Anzeigen zugemüllt. Man sieht immer alle Beiträge der Accounts, denen man folgt, und dadurch auch immer ein Ende des eigenen Feeds. “Man folgt darum auch nicht wahllos, um Leute zu sammeln, sondern man folgt wirklich nur denen, deren Sachen man lesen will“, betont die Bonnerin. Sichtbarkeit hängt dabei nicht von Algorithmen und Contentproduktion ab, sondern von Interaktionen und vom ehrlichen Weiterempfehlen echter Menschen. 

Warum es für Little World das Richtige ist

Genau diese Werte waren es auch, die Little World überzeugt haben, selbst ins Fediverse einzusteigen: Miteinander, Inklusion und ein besserer Gesprächsraum. Das zeigt sich nicht nur in der Kommunikation, sondern auch in der Technik : Genau wie bei Little World ist auch das Fediverse komplett Open Source. Das heißt, jeder kann den Code einsehen, nutzen und weiterentwickeln. Dabei geht es um Transparenz und darum, dass alle mitgestalten können. “Keiner sitzt da und behält alles für sich, sondern man tauscht sich aus, damit dabei etwas rauskommt, was möglichst viele gut gebrauchen können”, sagt Annette.

Sie hat von Anfang an gesehen, dass im Fediverse genau die Menschen sind, die dem Geist von Little World entsprechen. “Die Konzentration von Leuten, die das, was wir machen, gut finden, ist da deutlich höher als anderswo. Das sind Leute, die aktiv mitgestalten wollen und regelmäßig was zu sagen haben, statt passiv zuzuschauen. Leute, die eher offen für Inklusion und Völkerverständigung sind”. 

Und weil es im Fediverse zwar viele passende Menschen, aber noch nicht so viele NGOs gibt, war es Annette auch wichtig, mit Little World voranzugehen, um zu zeigen, wie man durch Gespräche eine starke Community aufbauen kann. Wie Sascha, der Little World beim Einstieg ins Fediverse technisch beraten hat, auf Mastodon schreibt: “Sie selbst meint nur, dass das eben ‘normale Kommunikation’ sei. Aber die müssen wir wieder lernen, nach Jahren der Reichweiten-Algorithmen-Spiele”.

Troet von Sascha Foerster: Die Idee von @annette den Blog @littleworld mit dem ActivityPub-Plugin von @pfefferle ins Fediverse zu bringen und dann mit dem ganzen Team auf verschiedenen Instanzen zu zitieren und zu boosten, finde ich genial.
Sie selbst meint nur, dass das eben „normale Kommunikation" sei. Aber die müssen wir wieder lernen, nach Jahren der Reichweiten-Algorithmen-Spiele. Empfehlen was gut ist.
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„Mit Partnern wie Annette und Sascha, deren Expertise und Leidenschaft unersetzbar sind, freuen wir uns, im Fediverse unseren Beitrag zu einer besseren Social-Media-Landschaft zu leisten“, lobt auch Melina.

Macht mit!

Falls ihr noch keinen Mastodon-Account habt: Sucht euch einen Server aus – zum Beispiel zu eurer Stadt, eurem Bundesland oder einem Hobby. Für weitere Infos schaut zum Beispiel auf digitalcourage.de oder fedi.tips

Sobald ihr euch registriert und euer Profil ausgefüllt habt, könnt ihr Little World sowie Oliver, Tim, Melina und Annette persönlich folgen. Tipp: Wenn ihr im Profil von Little World das Glöckchen anklickt, bekommt ihr eine Push-Benachrichtigung, sobald eine neue Story in unserem Blog erscheint.

Screenshot der Fediverse-Landingpage

“Es wäre schön, wenn mehr Teilnehmer von Little World im Fediverse wären“, wünscht sich Annette. “Sie müssen sich nur vorher im Klaren darüber sein, dass das Fediverse nicht dazu da ist, einen zu bespaßen. Es geht hier darum, dass man wirklich Gespräche führt“.

Dieser Beitrag zum Thema , wurde geschrieben von
Liubov
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@littleworld@home.little-world.com

#LittleWorld ist ein gemeinnütziges Social-Tech-Startup, das mit einer digitalen Plattform interkulturelle Begegnungen durch Gespräche zwischen Deutschsprachigen und eingewanderten Deutschlernenden fördert.

Hier trötet das Blog von Little World, Antworten auf diese Tröts werden nach Freigabe auch im Blog als Kommentar gespiegelt. Wenn Du jemanden vom Team persönlich ansprechen willst, dann schreib an @oliverberlin@nrw.social (CEO), @timschupp@nrw.social (CTO), @MelinaBosch@mastodon.social (CMO) oder @annette@bonn.social (Blogredaktion).

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