„Es gibt eine universelle Sprache, und die ist Freundlichkeit“, sagt Alexander. Vor zweieinhalb Jahren hat sich der Hamburger bei Little World registriert und seitdem mehrere Sprachpartnerschaften geführt. Über seine Erfahrungen dabei haben wir in einem früheren Beitrag berichtet. Inzwischen engagiert er sich auch im Team, da er Little World aktiv mitgestalten möchte.
Zunächst hat er dafür einmal pro Woche das Einführungsgespräch übernommen. Hier begrüßt er neue Lernende und Muttersprachler und stellt ihnen Little World genauer vor. „Ich mag das gerne, etwas präsentieren, Menschen etwas vorstellen und auch Menschen für etwas begeistern“, so der 53-Jährige. Also erklärt er den Neuankömmlingen, wie die Plattform und Gespräche funktionieren und beantwortet geduldig alle Fragen. Antworten bei Fragen und Hilfestellungen bei Problemen geben kann Alexander auch im Support, wo er inzwischen außerdem das Team verstärkt.
Vertrauen zueinander finden
Auf die Frage, wann er das alles schafft, lacht er: „Jeder Tag hat 24 Stunden. Ich entscheide, wie ich sie nutze.“ Dass Little World eine digitale Plattform ist, erleichtert die Sache. „Man muss nirgendwo hingehen, es gibt keinen bestimmten Ort, nur einen Bildschirm und Gespräche, die verschieden lange dauern.“ Dabei sieht er, wie viel allein durch Regelmäßigkeit, Zuhören und ein Lächeln bewegt werden kann.
Für Alexander ist Little World jedoch mehr als nur Sprache. Es ist ein Raum, in dem Menschen zusammenkommen, Vorurteile abbauen und Vertrauen zueinander finden. Deutschland, so sagt er, sei nicht unbedingt für besondere Gastfreundschaft bekannt. Viele Einwanderer seien aber gezwungen, hierher zu kommen und sich einer schwierigen Sprache und der Bürokratie zu stellen. „Das tägliche Leben kann so ganz schön kompliziert werden“, weiß er.
Little World ist für Alexander ein Ort, an dem jemand sagt: „Ich bin da. Ich höre dir zu. Wir schaffen das zusammen.“ Darum möchte er mithelfen, dass Little World weiter wachsen kann. Für ihn geht es dabei um Gemeinschaft, die über kulturelle Unterschiede hinweg entsteht. Sein Anliegen lautet deshalb: „Little World muss bekannter werden! Jedes Gespräch kann ein Stück Heimat sein.“
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