Collage aus zwei Fotos: eine ältere Dame mit kurzen grauen Haaren und Brille und ein Mann mit lichten kurzen Haaren und Sonnenbrille

Ein Türöffner zur deutschen Kultur

Little World ist für viele Migranten die einzige Möglichkeit, mit Muttersprachlern auf Deutsch ins Gespräch zu kommen. So auch für Waldemar, der seit Anfang 2025 dabei ist. Während er auf ein Match wartete, nahm er an den Gruppengesprächen teil. Inzwischen hat er eine Gesprächspartnerin gefunden, gehört aber in den Gruppen weiter zum harten Kern der Teilnehmenden.

Gemeinsame Interessen als Gesprächsthema

Der 46-Jährige lebt seit 2022 in Pforzheim. Während er die bürokratischen Anforderungen abarbeitet, um wieder als Apotheker arbeiten zu können, versucht der Ukrainer stetig sein Deutsch zu verbessern. Derzeit nimmt er an einem Kurs teil, der ihn zur Fachsprachen-Prüfung befähigen soll. 

Für seine Gesprächspartnerin Uschi ist Waldemar bereits der fünfte Gesprächspartner bei Little World. Die Rentnerin ist seit 2023 ehrenamtlich bei Little World aktiv und hat schon mit Menschen aus der Türkei, aus Uganda und einer weiteren aus der Ukraine gesprochen. Einen Gesprächspartner hat sie sogar erfolgreich zur medizinischen Fachsprachen-Prüfung begleitet. Mit Waldemar sind ihre Themen weit gefächert, denn die beiden haben einige gemeinsame Interessen und als Biologin hat Uschi natürlich auch fachliche Berührungspunkte mit dem Deutschlernenden.

„Am Anfang war ich erstaunt, dass sie mich überhaupt versteht!“, lacht Waldemar. Er hatte bereits Jahrzehnte zuvor an der Uni in der Ukraine angefangen, Deutsch zu lernen, es dann aber lange Zeit nicht mehr benutzt. Als er 2022 nach Deutschland kam, wurde er auf A1-2 eingeschätzt, machte den B1-Test und beantragte beim Jobcenter gleich den für B2. Aber um richtige Gespräche zu führen, suchte er nach einer anderen Möglichkeit, denn „in den Sprachkursen spricht man immer nur mit anderen Migranten und dann macht man weiter viele Fehler.“

Immer wieder eine Bereicherung

Dank des Tipps einer Bekannten stieß Waldemar schließlich auf Little World, das er als seinen „Türöffner zur deutschen Kultur“ bezeichnet. „So habe ich endlich die Möglichkeit, meine Sprachgrenzen zu erweitern“, erklärt er. Bei seinem Austausch mit Uschi und in den Gruppengesprächen vergrößert er seinen Wortschatz, aber auch  durch das Lesen von Büchern. Dabei hat es den Vater von zwei Töchtern überrascht, wie viele verschiedene Verben es im Deutschen zum Thema Denken gibt. 

Uschi ist ebenfalls begeistert von Little World und empfiehlt es gern weiter: „Ich lerne immer wieder Neues dazu, ob über andere Länder oder andere Gebräuche“, erzählt sie. „Jedes Gespräch ist auch für mich eine Bereicherung.“

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