Sherry, eine junge Frau mit braunen Locken, und Isabel eine Frau mittleren Alters mit Brille und zurückgebundenen blonden Haaren, lächeln in die Kamera

„Immer wieder faszinierend“

Sherry und Isabel hatten von Anfang an das Gefühl, dass sie viele Interessen miteinander teilen. Die beiden Aachenerinnen wurden im Sommer 2025 als Gesprächspartnerinnen auf Little World gematcht. Ihr wöchentlicher Austausch findet seitdem immer auf Augenhöhe statt. „Dass wir aus verschiedenen Generationen und Kulturen kommen, war von Anfang an kein Problem, sondern eine Bereicherung“, sagen sie

Meist beginnen ihre Gespräche mit ganz alltäglichen Themen, oder Sherry erkundigt sich, wie man etwas auf Deutsch ausdrückt. „Es ist immer wieder faszinierend, worüber wir uns alles unterhalten können“, schwärmt Isabel. „Man beginnt, sich auch als Muttersprachler ganz anders mit seiner Sprache auseinanderzusetzen“, sagt die 54-Jährige. „Normalerweise macht man sich ja Vieles gar nicht so bewusst, sondern hat nur ein Gefühl dafür, was richtig ist.“ 

Motivation geben

Die beiden Frauen entdecken gemeinsam aber nicht nur sprachlich Interessantes, sondern auch verschiedene kulturelle Details. Zum Beispiel, dass man in Deutschland mehrere Abstufungen von Freundschaft kennt, während der Begriff in Ägypten viel pauschaler verwendet wird.

Manchmal bringt die eine Fragen mit, über die sich die andere vorher noch keine Gedanken gemacht hat. „Sherry ist eine große Philosophin“, bemerkt Isabel augenzwinkernd und beide fangen an zu lachen. „Diese Gespräche sind meine einzige Gelegenheit, Deutsch zu reden“, sagt die Ägypterin. „Da hab ich eine Barriere“, denn bei der Arbeit als Softwareentwicklerin spricht die 32-Jährige sonst nur englisch. Die Gespräche mit Isabel geben ihr Motivation. „Das ist ein mentaler Vorteil.“ 

Echte Gespräche

Da sie nah beieinander wohnen, können sich die beiden auch ab und zu analog treffen, gehen zusammen ins Café oder ins Kino. Sherrys Deutsch hat sich so schon deutlich verbessert. „Ich versuche, Situationen zu schaffen, in denen sie ihre Sprachkenntnisse anwenden und neue Leute kennenlernen kann“, erzählt Isabel. Sherry bestätigt, dass dies ihr sprachliches Selbstvertrauen stärkt. „Vorher hatte ich nur Sprachkurse mit Grammatikregeln und Vokabellisten, aber ohne wirkliche  Gespräche.“

Während Sherry Little World beim Suchen nach Gesprächspartnern im Internet gefunden hat, kam Isabel durch den TV-Beitrag in der Aachener Lokalzeit dazu. Beide möchten andere dazu ermuntern, es ihnen gleich zu tun. „Macht einfach mit! Das ist so niedrigschwellig, eine halbe Stunde pro Woche, das sollte man doch hinbekommen“, motiviert Isabel andere Muttersprachler*innen, sich wie sie als ehrenamtliche Gesprächspartner einzubringen. „Mir hat Little World schon so viel geholfen“, sagt Sherry. „Probiert es einfach, dann werdet ihr schon verstehen, wie toll das ist!“

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