Oliver – CEO & Mitgründer
„Ein Start-Up wollte ich von Anfang an gründen“, erinnert sich Oliver, „aber dass es eine Non-Profit werden würde, hätte ich damals nicht gedacht.“ Der heute 32-jährige Mitgründer und CEO von Little World interessierte sich bereits während seines Studiums des Wirtschaftsingenieurswesens für das Thema Klimawandel und dachte damals, er würde später im Bereich erneuerbare Energien aktiv werden. Doch dann kam alles anders und er hat mit Tim und Sean Little World gegründet. Wie es dazu kam, kann man in einem früheren Beitrag nachlesen.
Aufwand zunächst unterschätzt
„Ich weiß noch, wie ich ganz naiv geglaubt habe: Sechs Monate und dann haben wir tausende von Nutzern und alles läuft.“, lacht Oliver. „Ich hatte keine Ahnung, wie schwer das mit den Finanzen und Fördermitteln wirklich ist.“ Wie sich herausstellte, war alles aber doch viel mehr Aufwand als gedacht. Heute hat der Aachener eine realistischere Sicht darauf, was es an Ressourcen braucht, um so ein Projekt zu stemmen. Dank des starken Zusammenhalts der drei Gründer und der finanziellen Hilfe von Familie und Freunden konnte Little World schließlich an den Start gehen und steht nun, nicht ganz dreieinhalb Jahre nach der Gründung, kurz vor 10.000 angemeldeten Nutzern. „Ohne unser tolles Team und all die ehrenamtlichen Helfer wäre das nicht möglich gewesen“, bedankt sich Oliver.
Was Oliver in der wenigen Zeit tut, in der er nicht als CEO von Little World tätig ist oder die NGO bei Konferenzen und Veranstaltungen präsentiert? Er tanzt Forró, einen brasilianischen Paartanz, für den er auch Festivals besucht. Natürlich nutzt er auch selbst Little World als Gesprächspartner für Deutschlernende. Derzeit spricht er mit Mert, der aus der Türkei kommt. Der 20-Jährige studiert Informatik und bekommt von Oliver Tipps zum Studium und zu möglichen Jobs. Umgekehrt lernt der Deutsche etwas über die Türkei. Die beiden sprechen über alles Mögliche vom Autokauf, die Bedeutung von Familie bis hin zum Thema Redewendungen. Ein analoges Treffen ist auch schon geplant.
Es hat Oliver nämlich sehr beeindruckt, während der Dreharbeiten zum ersten Fernsehbericht über Little World live das erste Treffen von Helmut und Kunal miterleben zu dürfen. „Das war definitiv eines der bisherigen Highlights in der Geschichte unserer Plattform“, freut sich Oliver. Auch all die anderen Stories und Dankesnachrichten von Little-World-Nutzern beeindrucken ihn immer wieder aufs Neue.
Das ständige Thema Förderung
Ein Wechselbad der Gefühle erwartete ihn schließlich Ende 2025 vor dem ersten analogen Community-Treffen von Little World: Die zweijährige Förderung der Deutschen Fernsehlotterie war fast beendet und es war nicht klar, ob es für das folgende Jahr eine neue Förderung geben würde. „Ich war gerade dabei, die Kündigungen für das Team zu schreiben, als die Nachricht eines neuen Förderers reinkam!“, erzählt Oliver noch immer fassungslos. „Fünf Minuten später kam unser ehrenamtlicher Buchhalter Laszlo nach sieben Stunden Autofahrt mit einer Flasche Sekt bei uns an.“ Der Ungar hat selbst als Deutschlernender bei Little World angefangen und war zum Community-Treffen am folgenden Tag angereist. Nun konnte er die freudige Nachricht mit Oliver und dem Team zusammen feiern. Entsprechend gelöst war die Stimmung dann auch am nächsten Tag in der großen Runde.
„Ich freue mich auf all das, was uns noch mit Little World erwartet“, sagt Oliver. Vieles ist geplant, nicht alles darf er jetzt schon verraten. Aber dass bald die mobilen Apps für iOS und Android gelauncht werden sollen, steht bereits fest und wird sicher einer der nächsten Meilensteine in der Geschichte der NGO werden. Weitere Zusammenarbeiten mit anderen NGOs und Unterstützern sind anvisiert. Wer gerne auch daran mitarbeiten möchte, Little World weiter voranzubringen, kann sich dafür bei Oliver und dem Team melden.

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